Post von Ursula Haverbeck

Gestern erhielt ich auf meinen Brief an Frau Haverbeck ein Antwortschreiben von ihr aus der Haftanstalt in Bielefeld. Frau Haverbeck bekommt derzeit so viel Post, dass sie nicht jeden Brief persönlich beantworten kann. Darum gab es ein allgemein gehaltenes Massenschreiben, welches aber augenscheinlich stets aktualisiert wird.

 

Frau Haverbeck ist eine politische Gefangene die aufgrund eines Meinungsdelikts verurteilt wurde. Sie hatte keine Chance sich vor Gericht zu verteidigen und auch ihrem Anwalt wurde das durch das Strafgesetzbuch faktisch verboten! Die Frage nach gewissen Gebäudeteilen und das Hinterfragen von »Geschichtsfakten« kann in der BRD zu Gefängnisstrafen führen. Die BRD ist diesbezüglich nur ein Scheinrechtsstaat! Blutkanzlerin Angela Merkel pocht zwar bei Flüchtlingen auf EU-Recht, scheißt aber offensichtlich auf die Vorgaben aus Brüssel, wenn es um den § 130 Volksverhetzung und die Rundfunkabgabe geht. Sie verhält sich wie bestimmte Migrantengruppen in Deutschland, die sich sämtliche Rosinen rauspicken!

Frau Haverbeck scheint es den Umständen entsprechend gut zu gehen. Sie wird ordentlich behandelt und erhält immer mehr Unterstützung aus der Bevölkerung. Das Justizpersonal bekommt täglich zahlreiche Briefe an Frau Haverbeck zu lesen und wird so gleichzeitig mitinformiert. Frau Haverbeck wird ihren 90. Geburtstag im Gefängnis feiern müssen, weil man in der BRD als Migrant für Totschlag Bewährungsstrafe bekommt, aber für das Hinterfragen geschichtlicher Ereignisse gnadenlos eingesperrt wird. Freiheitsentzug für freie Meinungsäußerung eben…

Wer Frau Haverbeck schreiben und unterstützen möchte, um ihr die Haft zu erleichtern, kann das gerne tun. Auf eigens dafür eingerichtete Webseite finden Sie die Adresse. Postkarten und Briefe sind erlaubt. Beigelegte Fotos dürfen keine politischen Motive aufweisen. Frau Haverbeck darf aber nicht alles in Empfang nehmen. Briefmarken (auch 5 Cent und 10 Cent Marken, davon hat sie zu wenig) darf man ihr zusenden, worüber sich auch Mitgefangene freuen, wie sie mir mitteilte. Bücher nimmt sie nicht an und schickt sie ungelesen zurück, weil ihr nur ein eingeschränktes Kontingent an Büchern zusteht. Mit dem Verwendungszweck „Hauskonto Haverbeck für Lebensmittelkauf“ dürfen dem Brief maximal 10 Euro beigelegt werden. Besucher sind limitiert, weshalb Frau Haverbeck sie aussucht. Ansonsten könn(t)en Besucher maximal 15 Euro für den Getränkeautomaten mitnehmen, sonst nichts.

Jeden politischen Aktivisten kann der Unrechtsstaat BRD wegsperren. Insbesondere in Bayern, wo das neue Polizeiaufgabengesetz (PAG) greift. Auch darum ist es wichtig, politischen Gefangenen unsere Unterstützung zu zeigen. Mit dem § 130 StGB sitzen alle Kritiker, wie wir es sind, in einem löchrigen Schlauchboot. Wer wie ich mitverfolgt hat, weshalb Frau Haverbeck im Gefängnis sitzt, der kann eigentlich nur Frust auf die Gesetzgeber bekommen. Das Unrecht unter dem 130er ist einfach nur unmenschlich!

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