Unehrlicher Spendenumgang

Man findet doch kaum noch patriotische Webseiten, auf denen nicht zu Spenden aufgerufen wird. Dann noch Zusatzspendenaufrufe, weil ein PKW Opfer linken Terrors wurde oder Staatsanwälte zu viel Freizeit haben und sich im Kampf gegen rechts betätigen. Wann aber haben spendenfreudige Patrioten die Schnauze voll?

Vor etwa zwei Wochen erhielt ich einen Brief von der Zivilen Koalition. Denen wurde die Gemeinnützigkeit aberkannt und dass sogar rückwirkend. Anstatt aber den geforderten Betrag auf volle Hunderttausend Euro zu runden, wird nur „ein sechsstelliger Betrag“ angegeben. Ob das Finanzamt nun 100‘000 Euro fordert oder 999‘000 Euro, bleibt für die Spender offen. Wir reden hier von einer Spanne von 899‘000 Euro.

Ich habe vor zwei Jahren (oder so) im Kommentarbereich von Journalistenwatch, als die wieder um Spenden baten, ein Konzept angeboten, mit dem deren Webseite ohne lästige Werbung auskommen würde. Das hat die überhaupt nicht interessiert. Was die an Spenden und mit Werbung einnehmen, bleibt bei Jouwatch ein Geheimnis. Angeblich sind Server und Sicherung der Daten so extrem teuer.

Bei den Patrioten Israels wird man ja schon seit Jahren indirekt beleidigt, indem man dort ständig mit Fußpilzsalbe und Mittel gegen Warzen konfrontiert wird. Auch dort läuft das Werbegeschäft anscheinend sehr gut. Zusätzlich darf man PI-News aber auch Spenden zukommen lassen. Die PI-Autoren sollen kein Geld erhalten, was ich aber anzweifle.

Das Familienauto eines Aktivisten wurde abgefackelt. Auch ich spendete für die schnelle Anschaffung eines Gebrauchten. Ob genug Geld zusammenkam oder es sogar für einen Neuwagen reichte, erfuhr vermutlich nur ein kleiner Kreis.

Der Volkslehrer verlor seinen Job. Er muss nun anderweitig Einkommen erzielen. Auch er sammelt Spenden, um in ganz Deutschland aufzuklären und Unterstützung zu leisten. Ihm werden ständig die Konten gekündigt. Seitdem er immer abgedrehter wurde, weiß ich nicht, was er macht, aber er scheint Dank seiner Fans über die Runden zu kommen.

Die Bürgerbewegung Pax Europa macht nun endlich mit dem Versammlungswagen eine gute Aufklärungsarbeit. Michael Stürzenberger und Chris befahren ganz Deutschland, um über den politischen Islam aufzuklären. Es wird gutes Infomaterial verteilt und Menschen auf der Straße direkt erreicht. Die Mitgliedsbeiträge werden sinnvoll eingesetzt. Eine solidarische Gemeinschaft spendet zweckgebunden Geld, um Michaels Kosten für Rechtsstreitigkeiten aufzufangen. Aktuell ist bei „BPE-Chris“ ein juristisches Problem hinzugekommen.

So könnte die Aufzählung nun mit der IB, EinProzent und irgendwelchen Bündnissen weitergehen…

Mir ist Chris Ares positiv aufgefallen, weil er sofort über alle Kanäle verbreiten ließ, dass das Spendenziel erreicht wurde und dazu aufforderte nicht mehr zu spenden. Aber auch Sven Liebich will keine pauschalen Spenden und betont das auch fast in jedem Video. Oliver Janich macht eine sehr gute journalistische Arbeit und hält sich mit Spendenaufrufen zurück, will lediglich seine Bücher unters Volk bringen (an denen er auch nicht viel verdient).

Worum es mir geht: Ich will mehr Offenheit und mehr Ehrlichkeit! Ich rege mich jedes Mal maßlos auf, wenn Anwalt X beauftragt wurde, um XX zu verteidigen und deshalb zu Spenden aufgerufen wird. Warum sind die Kosten für den Rechtsbeistand nebst Gerichtskosten stets Geheimsache? Anstatt einfach zu sagen „Das Spendenziel wurde erreicht“, damit wieder zielgerichtet gespendet werden kann, wird weiter fleißig gesammelt. Jede Webseite hat Fixkosten, aber warum wird über die Deckung dieser Kosten hinaus gesammelt? Ich bin mir sicher, dass es der patriotischen Bewegung insgesamt besser gehen würde, wenn es diese Geheimnistuerei und Unehrlichkeit nicht geben würde. Schade, dass dem so ist!

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Bildquellen

  • Spenden Eingang: Frank Borgmann
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