Zum Thema Luftballonverbot

Haben die Grünen die Idee vom Luftballonverbot von mir geklaut?

Am 25.07.2011 habe ich Herrn Dr. Hermann Ott (Grüne) auf Abgeordnetenwatch mehrere Fragen zum Thema Luftballons und Umwelt gestellt. Am 26.01.2012 kam dann die Antwort. Mir war aufgefallen, dass Umweltaktivisten und die Grünen gerne bei ihren Aktionen Luftballons steigen ließen. Ich wollte somit schon vor sieben Jahren wissen, welche Auswirkungen Luftballons auf Natur und Tierwelt haben.

Meine Fragen und die Antworten sind leider nicht mehr auf Abgeordnetenwatch abrufbar. Somit kann ich nur meine Fragen veröffentlichen und die Antwort von Dr. Ott aus meinem Gedächtnis rekonstruieren.

Meine Fragen:

  • Wie lange dauert es, bis sich die Hülle eines Luftballons zersetzt hat?
  • Ist bekannt, wie viele Tiere beim Verzehr, bzw. anknabbern von Luftballons verendet sind?
  • Kommt die unkontrollierte Verbreitung von Kunststoffen, ähnlich wie das Wegschmeißen von Plastikmüll, einer ordnungswidrigen Umweltverschmutzung gleich?
  • Für wie umweltschädlich halten Sie Aktionen, wie die von Campact im Video, für Natur und Umwelt? Oder darf man die Umwelt negativ beeinflussen, wenn es einer „guten Sache“ dient? (so wie Windräder, die Fledermäuse töten – siehe www.youtube.com)
  • Werden Sie zukünftig in Ihrer Partei auf das Umweltproblem Luftballon hinweisen?
  • Wie passen Luftballons mit der Politik der Grünen zusammen?

Die Antwort von Herr Dr. Ott war ungefähr sinngemäß:

Die Grünen lassen nur leicht abbaubare Luftballons steigen. Man wolle aber auch weniger Luftballons steigen lassen. Über die Anzahl toter Vögel wisse er nichts.

Haben die Grünen nun sieben Jahre lange gebraucht, um aus meiner Anfrage eine Schlussfolgerung zu ziehen? Dr. Ott brauche sechs Monate, um auf meine Frage zu antworten, was für die Grünen eigentlich sehr ungewöhnlich ist. Es ist wirklich sehr ärgerlich, dass ich mir damals keine Sicherungskopie von der Antwort erstellt habe. Zum Glück habe ich aber noch meine Word-Datei und diesbezügliche Mails von Abgeordnetenwatch. Am 13. März 2017 ging ich aber erneut auf Umweltaktivisten und Luftballons ein, als ich das Wahlprogramm der Grünen kritisierte.

Es sind ja nicht nur die Luftballons, die in den Himmel fliegen, um dann wieder auf dem Boden, in den Bäumen und im Meer zu landen. Hinzu kommen oft auch Bindfäden und Karten. Darum finde ich es nicht schlimm, wenn das Aufsteigenlassen von Luftballons begrenzt wird.

Share This:

Bildquellen

  • Luftballons: Flickr
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Kindersex 90 Die Bunten, Umweltschutz abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.