Hidschra

Hidschra, der Dschihad mittels Auswandern, ist eine alte islamische Tradition. Die Migration Mohammeds und seiner Anhänger im Jahr 622 von Mekka nach Yathrib, das er später Medina nannte, war eine solche Hidschra. Nachdem Mohammed diese Hidschra durchgeführt hatte, wurde er zum militärischen und politischen Führer, und war nicht mehr nur ein Prediger religiöser Lehren. Von dieser Zeit an rief er in seinen neuen Offenbarungen seine Anhänger auf, mit Gewalt gegen alle vorzugehen, die ihm nicht glaubten.

Bedeutungsvoll ist, dass der islamische Kalender die Hidschra als den Beginn des Islam betrachtet — nicht Mohammeds Geburt oder den Zeitpunkt seiner ersten Offenbarung.

Für die Sache Allahs auszuwandern — mit anderen Worten, in ein neues Land zu ziehen, damit der Islam dorthin gebracht wird -, gilt im Islam als eine der erhabendsten und verdienstvollsten Taten: „Und wer immer um Allahs willen auswandert, wird auf der Erde viele Orte und Überfluss finden“, sagt der Koran. „Und wer immer sein Haus als ein Auswanderer für Allah und seinen Boten verlässt und der Tod holt ihn ein, seine Belohnung ist bereits wirksam bei Allah.“ (4,100).

Der erhabene Status solcher Auswanderer führte dazu, dass sich eine britische Dschihadistengruppe — die vor ein paar Jahren bekannt wurde, als sie 9/11 feierte — Al-Muhajiroun (Foto oben) nannte: Die Auswanderer.

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